Dresden, 9.8.2010 - „Der grobe Strich, aufgetragen mit Pinsel und Spachtel, wächst aus der Leinwand hinaus, lässt das Bild fast zur Skulptur werden. Eigenwillig, sperrig und dabei äußerst anziehend sind seine großformatigen Arbeiten.“, so Judith Borowski in der Financial Times Deutschland (5./6./7.Januar 2007) in ihrem Beitrag „Gut gemalt. Nichts für harmonische Vorzimmer: Matthias Haase“.
Menschen die es in der Kunst etwas kräftiger vertragen, finden in der Malerei von Matthias Haase eine neue Herausforderung – abseits der Malerei der Neuen Leipziger Schule. Matthias Haase malt nicht „was er weiß“, sondern was er sieht und fühlt. Damit setzt er sich vom Umfeld der Neuen Leipziger Schule klar ab, die Prof. Arno Rink treffend beschreibt, in dem er sagt, „Sie malen nicht was sie sehen, sondern was sie wissen“. Matthias Haase war Meisterschüler an der HfBK Dresden und lernte dort während des Studiums von 2000 bis 2007 bei den Künstlern Günter Hornig, Siegfried Klotz und Ralf Kerbach. 2004 wurde der erste Katalog „Blaupumpe“ mit figurativen Bildern aus dem Studium veröffentlicht.
Aus der gegenständlichen figurativen Malerei entwickelte Matthias Haase schließlich eine eigene Ausdrucksweise: Große Formate erlauben ihm einen brutartigen, geladenen und groben Umgang mit dem Material Farbe, mit Pinsel und Spachtel. Die rohen Bildoberflächen der Ölmalerei sowie die sperrigen Formen und Motive sind eine Herausforderung – denn sie zeigen eine menschliche, fühlende und aufregende Seite in der zeitgenössischen Malerei. Die Bilder wachsen in einem unmittelbaren und expressiven Malprozess mit einer hohen Sensibilität für Farbklänge. Freie Formen und informelle, tachistische Elemente bieten dem Betrachter Raum für persönliche Assoziationen und Bezüge in die Kunstgeschichte. Aspekte der Art Brut und des abstrakten Expressionismus sind in seiner künstlerischen Position ebenso erkennbar wie zeitgenössische Ausdrucksformen.
Seine Einzelausstellung mit dem Titel „Diesel“ im Artbuero Berlin 2006 kommentierte ein Besucher einmal wie folgt: „Durch seinen kraftvollen Umgang mit Formen, Farben und Strukturen schafft Matthias Haase seine eigene Bilderwelt, die Anklänge an bekannte Bilder spüren lassen; aber wo eben noch "Das Eismeer" von Caspar David Friedrich aufleuchtete oder sich eine Landschaft aus dem Kreis der Brücke-Maler erhob, löst Matthias Haase solche Assoziationen wieder auf und bezieht den Betrachter in einen Dialog in seiner eigenen Sprache mit ein: ungeschminkt und ehrlich, offen und ohne Hintergedanken einer konstruierten Pseudophilosophie.“
Aktuell arbeitet Matthias Haase an einer Serie von kleinformatigen Aquarell-Zeichnungen die die Motive der bisher entstandenen großen Formate in konzentrierter Form weiter führen werden.
Matthias Haase ist 1978 in Elsterwerda (Brandenburg) geboren. Er studierte an der Hochschule für Bildende Künste Dresden von 2000-2005 und beendete sein Malerei/Grafik-Studium 2007 als Meisterschüler bei Prof. Ralf Kerbach. 2003 bis 2006 war er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und arbeitete während eines Atelieraufenthaltes 2003 im Künstlerdorf Schöppingen (NRW) im Rahmen des Förderpreises für Malerei des Lankreises Borken. Matthias Haase stellte seine Arbeiten bisher in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland aus. Auf seiner neuen Internetseite www.matthiashaase.com wird eine Auswahl an Malerei und Grafik vorgestellt. Zudem gibt die Website Informationen zur Biografie, zu Ausstellungsbeteiligungen und eine Übersicht der Publikationen.
Matthias Haase bietet seit Sommer 2010 einen Malerei Workshop für Auszubildende, Abiturienten und Studenten an. Der Kurs beinhaltet ein breites Angebot zur Erprobung und Vertiefung eigener künstlerischer Fähigkeiten beim Malen, Zeichen, mit der Collage und anderen Techniken des bildnerischen Gestaltens. Beim praktischen Arbeiten sensibilisieren die Teilnehmer das Sehen und behandeln die Bildkomposition, den Rhythmus von Formen, den Umgang mit Farben, Kontrasten und welche Arbeiten in einer Ausstellung oder in einer Bewerbungsmappe zusammen gut harmonieren. Nützliche Informationen bietet die Webseite www.malerei-workshop.de .
Über „Blaupumpe“:
„Blaupumpe“ heißt die erste Publikation von Matthias Haase die von Josef Spiegel in Zusammenarbeit mit dem Kreis Borken, Stiftung Künstlerdorf Schöppingen 2004, herausgebracht wurde. Der Titel „Blaupumpe“ ist eine Wortneuschöpfung die einen Bezug zur Romantik (Farbe blau) und zur Brikettfabrik „Schwarze Pumpe“ - ein Stadtteil von Spremberg in Brandenburg - herstellt. Blaupumpe zeigt figurative Bilder, z.B. Zeichnungen, Aquarelle und Gemälde wie „Landschaft mit Argonauten“, „Ufer“, „Arbeiter“, „Schläfer“ und „Schwimmer“. Weiterführende Informationen finden sich auf www.blaupumpe.de .
Matthias Haase
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E-Mail: info@matthiashaase.com
Web: www.matthiashaase.com
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