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Wechsel in die Private Krankenversicherung nicht für jeden lohnenswert

Die private Krankenversicherung (PKV) wirbt mit einem besseren Leistungsangebot im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Doch in diesen Genuss kann nicht jeder kommen, da es bestimmte Beitrittsbedingungen gibt. Auch lohnt sich der Wechsel in die PKV nicht immer, denn für
manche Personen fällt das Kosten-Nutzen-Verhältnis schlecht aus.

50.850 Euro jährliches Bruttoeinkommen

Bis zur Umsetzung der Gesundheitsreform 2009 durften private Krankenversicherer Personen aufgrund ihres Gesundzustandes ablehnen. Dies ist nicht mehr erlaubt. Zwar darf die private Krankenversicherung immer noch eine Gesundheitsprüfung durchführen und gegebenenfalls
Risikozuschläge erheben oder den Eintritt in einen leistungsstarken Tarif verweigern. Jedoch ist die Aufnahme in den Basistarif gesetzlich vorgeschrieben. So ist die einzige Hürde, die für einen Wechsel in die PKV noch überwunden werden muss, die Versicherungspflichtgrenze, auch
Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) genannt. Während sich Beamte, Studenten, Freiberufler und Selbständige einkommensunabhängig bei der PKV versichern können, müssen Arbeitnehmer 2012 über 50.850 Euro brutto im Jahr verdienen.

Keine Familienversicherung in der PKV

Nicht für alle ist ein Wechsel in die private Krankenversicherung lohnenswert. Da Ehepartner und Kinder nicht wie in der gesetzlichen Krankenversicherung kostenlos beim beitragszahlenden Familienmitglied mitversichert sind, muss jeder Teil der Familie seinen eigenen Beitrag zahlen. Pro Kind und Monat entstehen Mehrkosten von 70 bis 90 Euro, die in der GKV nicht anfallen. Daher sollten Familien die Kosten und den Nutzen der PKV gut abwägen.

Ältere und Kranke zahlen hohe PKV-Beiträge

Personen, die mit gesundheitlichen Problemen belastet sind, sollten in der GKV bleiben, ebenso ältere Versicherte. Der Beitrag für die PKV berechnet sich zwar nicht nach dem Einkommen wie in der GKV, jedoch nach Alter, Gesundheitszustand und bis Dezember 2012 nach Geschlecht. Das bedeutet, dass ältere Personen, die bereits an einigen Krankheiten leiden, wesentlich höhere Beiträge zahlen müssen als junge, gesunde Menschen. Zwar können diese Versicherungswilligen in den Basistarif der PKV wechseln, jedoch bietet dieser nur Leistungen auf GKV-Niveau an. Der
verbesserte Versicherungsschutz, den die private Krankenversicherung bietet, bleibt ihnen dadurch verwehrt. Mehr zum Thema erfahren Sie bei krankenversicherungen.net

Autor Kontakt: 

A. Fröhlich
finanzen.de AG
Schlesische Str. 29-30
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