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Tips für die Datenrettung und wie man Datenverlust vermeidet

Wer schon einmal die Erfahrung gemacht hat, dass mühsam erstellte Texte oder einmalige Fotos unrettbar verloren gegangen sind, fühlt sich beim Thema Datenrettung doppelt wie von der Datentarantel gestochen. Denn: Die beste Datenrettung ist noch immer die, die tatsächlich gar nicht in Anspruch genommen werden muss! "Hätte man nur seinerzeit ausreichend Zeit in die Erstellung von Backups oder der regelmäßigen Auslagerung von Daten investiert", mag da manch Einer denken! Aus der Erfahrung eines vom Datenverlust Geschädigten spricht nämlich, dass die Daten leider nicht immer oder nicht immer vollständig wiederhergestellt werden könn(t)en. Desto wichtiger ist es daher, sich nicht nur mit der Datenrettung sondern wesentlich intensiver mit den Ursachen für möglichen Datenverlust zu befassen – bevor man aus Erfahrung klug werden muss!

Ursachen für den Datenverlust
Obwohl heutige Computersysteme außerordentlich zuverlässig sind, empfiehlt es sich, einen Blick auf die Ursachen für einen möglichen Datenverlust zu werfen. Denn auch, wenn der Nutzer alles oder vieles richtig macht: Festplatten sind physikalische Körper, die empfindlich auf externe Einflüsse reagieren. Neben der an sich nicht unendlichen Lebenszeit der Datenträger kommen daher ein Virenbefall, elektromagnetische Felder, mechanische Schäden und Fabrikationsfehler, die erst spät in Erscheinung treten, sowie Stromausfälle als Ursachen in Frage. Dazu kommen die durch den Anwender begangenen Fehler oder die unsachgemäße Handhabung sowie Probleme, die beim Aufspielen neuer Betriebssysteme oder Programme auftreten können und das versehentliche Überschreiben von Daten. Die Ursachenliste lässt sich zwar erweitern, hält man sich aber die bisher genannten Fehlerquellen vor Augen, könnte man ebenso erstaunt darüber sein, wie selten tatsächlich Daten verloren gehen.

Fehlerursache Mensch
Doch von den rein technisch bedingten Ursachen abgesehen, ist der Mensch als Grund für einen möglichen Datenverlust ein ebenso unberechenbarer Faktor. Einerseits aus Unkenntnis, andererseits aus Unachtsamkeit und manchmal aus Fahrlässigkeit werden Daten oder Zwischenschritte in Dokumenten überschrieben oder vernichtet, die sich nicht oder nur schwer wiederherstellen lassen. Dabei gilt es zwischen Daten zu unterscheiden, die bereits gespeichert wurden und jenen, die einfach nur bearbeitet und nicht auf dem Rechner abgelegt wurden. Zwar bieten einige Computer nach einem unerwarteten Systemabsturz oder anderen Problemen eine automatisierte Wiederherstellung – diese hängt aber ganz stark von den Intervallen ab, in denen die Software automatisch Daten in den sogenannten Cache schreibt. Die wichtigste Datensicherungsregel lautet daher: Regelmäßig die Dateien sichern oder – noch besser – die von vielen Programmen angebotenen automatischen Sicherungsoptionen nutzen!

Im Falle eines Falles
Doch selbst bei sehr vorsichtigen Nutzern und einer sachgemäßen Handhabung droht der Datenverlust. Wichtigste Maßnahme, um wieder an wichtige Daten zu gelangen: Backup, Backup, Backup. Den einen oder anderen Leser dieser Zeilen mag das als übertriebene Vorsicht scheinen – und in der Tat: Meistens geht es ja auch ohne Backups gut. Aber eben nur meistens. In den Fällen aber, in denen es eben nicht so geht, ist der Ärger meistens groß. Besonders vor dem Update des Betriebssystems oder eines wichtigen Eingriffes in die Programm- oder Ordnerstruktur ist eine Datenauslagerung besonders wichtig. Denn klar ist ebenfalls: Auch wenn sich entsprechende Mittel und Programme finden lassen, die für die hoffentlich erfolgreiche Datenwiederherstellung sorgen, steht der Aufwand, der für entsprechende Back-Up-Lösungen betrieben werden muss, in keinem Verhältnis zu einer mühsamen Dattenrettung. Sicher haben es die Hersteller von Computern eine gewisse Zeit lang versäumt, entsprechende Empfehlungen an ihre Kunden abzugeben. Einige aber, wie zum Beispiel Apple, integrieren entsprechende Backup-Systeme (Time Machine) neuerdings bereits in die entsprechenden Betriebssysteme.

Backup-Programme
Unabhängig vom Betriebssystem sind für die Ausführung zuverlässiger Backups eine entsprechende Automatisierungssoftware sowie ein externes Laufwerk unerlässlich. Backup-Programme gibt es in allen erdenklichen Ausführungen und Preisklassen – von Open-Source-Lösungen oder Programmangeboten der jeweiligen Laufwerkanbieter bis hin zu professionellen Lösungen, die eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten bieten. Welcher Software man den Vorzug gibt, entscheidet ganz allein der eigene Anspruch. Einige Überlegungen, die bei der Auswahl der richtigen Software helfen, können sein: Wie groß sind die Datenpakete, die ich ausgelagert sehen möchte und mit welcher Frequenz werden Änderungen daran ausgeführt? Hat man es beispielsweise mit Bilddateien zu tun, die keiner weiteren Änderung bedürfen, kann es reichen, sie einfach auszulagern oder auf eine CD zu brennen. Verfügt man allerdings über einen sich häufig ändernden Datenbestand, wie häufig wechselnde Textversionen, ist es wichtig, sich zumindest mit einem kleinen Backup-Konzept zu befassen. Mit einer entsprechenden Software kann man die regelmäßige Auslagerung von Daten auf eine externe Festplatte automatisieren.

Wenn es doch passiert
Wenn der Worstcase eines Datenverlustes dann doch eintritt, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und konsequent den Ursachen auf dem Grund zu gehen. Liegt vielleicht lediglich ein Programmfehler vor oder sind tatsächlich Daten nicht wiederherstellbar? Ist ein externer Schaden wie ein Stoß oder Feuchtigkeit die mögliche Ursache für die Störung? Eine der einfachsten Möglichkeiten, die der Anwender hat, ist die zum Betriebssystem gehörende Dienstprogramme zu verwenden – vielfach kann ein Defragmentieren der Festplatte oder ein Aufspüren von Viren mit Antivirensoftware für Abhilfe sorgen. Bei mechanischen Fehlern, die durch ein Nichthochfahren des Rechners oder bei Hardwarefehlern auftauchen können, heißt es aber: Finger weg vom Rechnerinnern – hier muss ein Fachmann ran! Um das möglicherweise schon gravierende Problem nicht noch zu vergrößern, sollte daher unbedingt davon abgesehen werden, Hand an den Rechner oder seine Innenteile anzulegen.

Das hilft
S.M.A.R.T ist ein Industriestandard der bereits in vielen Computersystemen eingebaut wird und der mittels Selbstüberwachung auf eventuell bevorstehende Datenschäden hinweist. Weitere Programme wie Easy Recovery oder IsoBuster können beim Auftreten von Systemschäden unter Umständen ebenfalls Daten wiederherstellen. Wenn aber auch diese Systeme versagen, hilft nur der Gang zu einem spezialisierten Unternehmen, das sich der Speichermedien unter Reinraum-Bedingungen annehmen wird. Hier kann geprüft werden, ob die Datenrettung möglich sein wird. Offen bleibt allerdings, wie viele Daten wieder hergestellt werden und ob diese dann auch intakt sind. Im besten Fall aber können aber Betroffene auf ein entsprechendes Backup zurückgreifen, mit dem die zum Teil nicht kostengünstigen Eingriffe und die Sorgen um den Datenverlust vermieden werden.

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TR

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