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Nachtsichtgeräte

Nachtsichtgeräte dienen dazu, bei Dunkelheit oder in der Dämmerung die visuelle Wahrnehmung zu ermöglichen oder zu verbessern.
Die Möglichkeit im Dunkeln zu sehen ist für viele Berufsgruppen und Tätigkeiten von Bedeutung:
Im militärischen Bereich zählen Nachtsichtgeräte zur Standardausrüstung, sie sind für ein breites Spektrum von Einsätzen notwendig; Polizei und Zoll verwenden sie zum Aufspüren von Vermissten und der Unterbindung und Beobachtung krimineller Aktivitäten.
auch für Jäger und Naturforscher haben die Geräte eine große Bedeutung, da sie die Bejagung und Beobachtung von nachtaktiven Tieren ermöglichen.
Auch Sicherheitsfirmen machen Gebrauch von Nachtsichtgeräten, da sie zum Beispiel den Objektschutz in Wohngebieten ohne störendes Licht erlauben, deshalb sind auch viele Überwachungskameras mit einem Nachtsichtmodus ausgestattet.

Nachtsichtgeräte existieren bereits seit seit ca. 1940; seitdem wurde die Technik permanent verbessert um eine bessere Sicht, Abbildungsqualität und Laufzeit zu erreichen. Man spricht in diesem Zusammenhang von "Generationen". Die vierte, modernste Generation von Nachtsichtgeräten ist militärischen Verbänden vorbehalten. Die dritte Generation ist auch für zivile Zwecke erhältlich.
Es gibt verschiedene Methoden, ein Sehen bei schlechten Lichtverhältnissen zu ermöglichen.

Zum einen ist es möglich, durch einen Restlichtverstärker das vorhanden Licht, auch wenn es schwach und für das Auge kaum wahrnehmbar ist, zu verstärken und so ein sichtbares Abbild der Umgebung zu erhalten. Dies funktioniert durch eine elektronische Verstärkung vorhandenen Lichts.
Zum anderen gibt es die Möglichkeit, die für das Auge unsichtbare, aber oft vorhandene Infrarotstrahlung in der nahen Umgebung über einen Sensor in sichtbares Licht umzuwandeln. Viele moderne Digitalkamerasensoren sind dazu in der Lage, bei etlichen Modellen liegt vor dem Sensor ein wegklappbarer Infrarotfilter, da permanentes Umwandeln von Infrarotwellen sichtbares Licht die Bildqualität bei normalen Tages- und Kunstlichtaufnahmen erheblich beeinträchtigen würde.
Sollte die Infrarotstrahlung nicht ausreichen, kann man bei vielen Nachtsichtgeräten einen Infrarotscheinwerfer zuschalten, dessen Licht von Objekten in der Umgebung zurückgeworfen wird, in sichtbares Licht umgewandelt wird und so im Dunkeln befindliche Dinge sichtbar macht.
Eine dritte Variante ermöglicht das Abbilden der Infrarotstrahlung von Objekten selbst, sofern sich die Temperatur des Objekts von der der Umgebung unterscheidet. Diese Technologie ist sehr teuer und wird zum Beispiel verwendet, wenn per Helikopter oder Flugzeug Vermisste gesucht werden.

Autor Kontakt: 

Anette Reimers
bsdgi@yahoo.de

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