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Interessantes über die Jeans

Jeans jeder kennt sie, jeder hat sie, ob groß oder klein ob Mann oder Frau jeder liebt sie. Doch die Geschichte der Jeans kennt kaum jemand.

Den Grundstein für die Jeans legte eine Baumwollhose, welche aus der italienischen Stadt Genua stammte und als Seefahrerhose genutzt wurde. In den USA entstand aus dem französischen Städtenamen "Gênes" der umgangssprachliche Begriff Jeans.

Der deutsche Stoffhändler Levi Strauss, der in Franken aufwuchs und 1847 nach San Francisco emigrierte, stellte erstmals 1853 für Goldgräber robuste Arbeitsbekleidung her. Das war die Geburtsstunde der ersten Levi's Jeans. Ursprünglich bestanden diese aus braunen Hanffaser Segeltüchern. Schon kurze Zeit später fertigte er seine Jeans aus dem blauen, mit Indigo gefärbten und gewebten Stoff "Serge de Nîmes", kurz Denim an. Etwa zur gleichen Zeit hatte der Schneider Jacob Davis den Einfall, die Nähte der Taschen einer Hose mit Nieten zu verstärken um sie haltbarer zu gestalten. Da er kein Geld hatte ein Patent anzumelden wand er sich an Levi Strauss. So entstand 1872 die erste mit Nieten verstärkt Hose. Schon im Mai 1873 meldeten beide, Strauss und Davis, ein Patent für dieses Kleidungsstück an. Kurz darauf wurden dann die Nähte mit einem orangefarbenen dicken Faden verziert. Durch das robuste Material und den geringen Verschleiß wurde die Goldgräberhose auch bei Cowboys, Farmern und anderen schwer arbeiteten Männern beliebt.

Der Begriff "Blue Jeans" wurde in den 1920ern durch die Indigofarbe der Baumwolle geprägt.
Amerikanische Soldaten brachten wären der Besetzung durch die Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg die Jeans mit nach Deutschland, wo schließlich 1948 die erste Jeansfabrik eröffnete, welche später unter dem Namen Mustang bekannt werden sollte. Erst 1953 entstanden erste Jeans für Frauen.
Als Anfang der 60er Jahre der Wiederaufbau abgeschlossen war und das deutsche Volk in dem von Ludwig Erhard versprochenen Wirtschaftswunder lebte, begannen einige junge Menschen Protest zu zeigen. Ihnen widerstrebte der Gedanke des materiellen Wertes und sie versuchten sich auf ideelle Werte zu besinnen. Ein passendes Symbol für sie stellte die Nietenhose oder auch Texashosen der Amerikaner dar. Denn die Idole ihrer Zeit wie James Dean verkörperten das Outfit Lederjacke, T-Shirt und Bluejeans. Zu diesem Zeitpunkt galt diese Hose jedoch als unordentlich und zerknittert, da sie keine steife Bügelfalte besaßen und die Taschen durch die Nieten übertrieben und surreal wirkten. Es war verboten diese Hosen in der Schule oder bei der Arbeit zu tragen. Doch gerade dieses Verbot machte die Jeans bei den rebellischen Jugendlichen so beliebt. Es entstanden durch sie Assoziationen wie Freiheit, Jugendlichkeit und Rebellion. So begann sie sich allmählich vom Symbol der Rebellion zur Freizeitkleidung zu entwickeln.
In den achtziger Jahren wurde in der Damenwelt eine enggeschnittene Jeans mit einem sehr hoch sitzenden Bund beliebt. Sie machte die Taille eng und gab dem Po eine gute Form. Männer hingegen bevorzugten weiterhin die klassische und praktische Röhrenjeans mit normaler Bundhöhe.
In den Neunzigern hingegen machte sich ein neuer Jugendkult breit. Die sogenannte Baggy Jeans entstand. Diese sehr tief sitzende und äußerst weitgeschnittene Hose war bei jugendlichen Skatern sehr beliebt, da man unter dieses Kleidungstück auch ein Polster gegen Stürze und Verletzungen tragen konnte.

Nach der Jahrtausendwende jedoch feierten die Röhrenjeans ein Comeback. Hosen im Stil der achtziger Jahre wurden wieder modern. Auch Schlagjeans waren wieder sehr beliebt. Sie sollten eng an den Oberschenkeln und weit an den Knöcheln sein. Dabei legte man Wert darauf dass diese Hosen nicht mehr so hoch geschnitten waren wie in den Achtzigern sondern sie sollten an der Hüfte enden. Das war die Geburtsstunde der sogenannten Hüftjeans. Das Einzige was sich im Gegensatz zu den Achtzigern veränderte war das Material, man schwor nun auf sogenannten Stechstoff, welcher sich beim Anziehen ein gewisses Maß dehnte und somit ein bequemeres Gefühl bot. Es entstanden auf dem Markt zunehmend mehr Variationen der Jeans, besonders für Frauen und Mädchen. Sie unterscheiden sich in verschieden Hüfthöhen, Verzierungen, Farben und Abwandlungen von Taschen und Gürtelschlaufen.

Die Jeans ist heutzutage nicht mehr weg zu denken. Sie prägte die Entwicklung der Mode mehr als 100 Jahre und ist immer noch ausschlaggebend für fast jeden Trend in der Modewelt.

Autor Kontakt: 

Thomas Reif
für: http://www.jeansladen24.de

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