Der Schutz von Mensch und Umwelt ist oberstes Schutzgut des deutschen und europäischen Gentechnikrechts. Dieser Schutz wird dadurch sichergestellt, dass GVO (gentechnisch veränderte Organismen) und genetisch verändertes Material in Lebensmitteln und Futtermitteln in der Europäischen Gemeinschaft erst nach einer Sicherheitsbewertung durch die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA auf den Markt gebracht werden darf.
Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) sind bereits Teil unseres Alltags, dabei ist bisher wenig über ihre langfristigen Auswirkungen bekannt. Ganz langsam aber unaufhaltsam schleichen sich genveränderte Pflanzen in unser Umfeld.
GMO (Genetically Modified Organism) oder zu Deutsch - GVO ist die Bezeichnung für eine Pflanze, ein Tier oder ein Mikroorganismus, deren Genom mithilfe von gentechnischen Methoden so verändert wurde, wie es durch eine natürliche Züchtung nicht möglich wäre. Ein solcher Organismus wird als transgen bezeichnet. Im Nahrungsmittelsektor ist vor allem die grüne Gentechnik, also transgene Pflanzen, das Thema der Stunde. Befürworter der Technologie führen die Möglichkeiten von stark verbesserten Produktionsraten durch Resistenz gegen Hitze, Trockenheit und vor allem gegen Pestizide auf. Die Gegner befürchten jedoch, dass längerfristige Folgen für die Umwelt nicht abgesehen werden können und Artenvielfalt verloren geht, weil transgene Pflanzen natürliche Arten verdrängen.
Unter den Begriff GVO fallen nicht nur Pflanzen. GVOs sind auch gentechnisch veränderte Mikroorganismen wie z.B. Hefen zur Herstellung von Bier, Enzyme für die Käseherstellung, Futtermittel oder Tiere. Lebens- und Futtermittel aus gentechnisch veränderten Organismen (GVO) werden seit 1996 in der Europäischen Union auf den Markt gebracht. Den Hauptanteil bilden importierte Futtermittel, die aus gentechnisch veränderten Pflanzen hergestellt werden.
Ernsthafte Gesundheitsrisiken
Kann wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass GVO-veränderte Lebensmittel beim Menschen Schäden hervorrufen. Genmanipuliertes Saatgut - ein unkalkulierbares Risiko. Mehrere Studien an Tieren deuten auf ernsthafte Gesundheitsrisiken beim Verzehr gentechnisch veränderter Nahrungsmittel hin. Dazu zählen Unfruchtbarkeit, Entgleisung des Immunsystems, beschleunigte Alterung, genetisches Entgleisen im Zusammenhang mit der Cholesterinsynthese, der Insulinsteuerung, der Zellkommunikation und der Bildung von Eiweißen sowie Veränderungen in der Leber, den Nieren, der Milz und dem Magen-Darm-System.
Es besteht mehr als nur ein zufälliger Zusammenhang zwischen gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln und einer negativen Auswirkung auf die Gesundheit.
Weiterhin hat sich ein präziser Zusammenhang zwischen GV-Nahrungsmitteln und bestimmten Krankheitsverläufen herausgestellt. Bei zahlreichen Studien an Tieren fand man eine erhebliche Entgleisung des Immunsystems, einschließlich einer Hochregelung von Zytokinen, was zu Asthma, Allergien und zu Entzündungen führen kann. Andere Tierstudien zeigten eine veränderte Struktur und Funktion der Leber, wie eine Veränderung des Fett- und Kohlehydratstoffwechsels sowie Zellveränderungen, die zu beschleunigter Alterung und möglicherweise zu einer Akkumulation von Sauerstoffradikalen (ROS) führen könnten. Veränderungen in Niere, Bauchspeicheldrüse und Milz wurden ebenfalls beschrieben. Eine neuere Studie aus dem Jahr 2008 stellt eine Verbindung zwischen GV-Mais und Unfruchtbarkeit her; es zeigte sich, dass die Würfe bei bestimmten Tieren mit der Zeit kleiner wurden, so waren bei mit GV-Mais gefütterten Mäusen die neugeborenen Jungtiere deutlich leichter. Bei dieser Studie wurde auch festgestellt, dass bei den mit GV-Mais gefütterten Mäusen über 400 Gene deutlich verändert waren. Dabei handelt es sich um Gene, von denen bekannt ist, dass sie Protein-Synthese und Modifikation sowie die Zellkommunikation, die Cholesterin-Synthese und die Insulin-Steuerung regeln. Bei anderen Studien zeigten sich Schäden an den Gedärmen von mit GV-Mais gefütterten Tieren, darunter proliferatives Zellwachstum und eine Störung des Immunsystems des Darms."
Ein offiziell im Auftrag der österreichischen Regierung durchgeführter Langzeitversuch an Mäusen hat bestätigt, dass die Fütterung der Tiere mit gentechnisch verändertem (GVO-) Mais zu einer ernsthaften Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit oder Fortpflanzungsgesundheit führen kann. Das Ergebnis bestätigt die Resultate mehrerer (nicht so umfangreichen) Studien, die in den vergangenen Jahren in Russland und andernorts durchgeführt worden sind, und die allesamt auf die verborgenen Gefahren der GVO in der Ernährung von Mensch und Tier hingedeutet hatten.
Die Grundlage der Gentechnik ist die Erkenntnis, daß die Erbinformation einer jeden Zelle in der Desoxyribonukleinsäure (DNS) fixiert ist und mit ihr weitergegeben wird. DNS-Abschnitte, die die Informationen für die Baupläne von Proteinen enthalten, die die Eigenschaften eines Organismus definieren, nennt man Gene. Für die Gentechnik ist wichtig, daß der genetische Code, mit dem die DNS-Information auf die Proteine übertragen wird, für alle Lebewesen gleich ist. So können theoretisch die Eigenschaften von verschiedenen Arten kombiniert werden, während durch Zucht und Kreuzungen bisher nur Kombinationen in biologisch verwandten Arten möglich war.
GM-Nahrungsmittel (genetisch manipulierte) oder Nahrungsmittel, die mit GMOs (genetisch manipulierte Organismen) behandelt wurden, können durchaus sehr gefährlich für uns werden, da auch DNS-Fragmente (Plasmide) von z. B. Agrobakterium tumefaciens (Modellorganismus für natürlichen DNS-Transfer) oder von anderen Agrobakterien mit immer noch aktiven Promotergenen den Darmtrakt passieren und dann später Veränderungen an unserem Genom verursachen können.
Besonders bedenklich sind die Antibiotika-Resistenzen, die in viele bisher entwickelte Gen-Pflanzen eingebaut wurden. Sie können auf Bakterien übergehen und resistente Keime hervorbringen.
Sind GVO ausgebracht, lassen sie sich nicht einmal mit extrem großem Aufwand aus der Umwelt entfernen.
Schon bei einem geringen Ausmaß an Genpflanzen-Anbau können die Verbraucher nicht mehr frei wählen, was sie essen. Denn Pollenflug und Verunreinigungen im Saatgut erschweren einen gentechnikfreien Anbau gleichartiger Pflanzen ganz erheblich. Der Bio-Anbau wird durch die Gen-Pflanzen in Frage gestellt. Werden in Bio-Produkten nur Spuren von Gentechnik weit unterhalb der erlaubten Verunreinigungen gefunden, sind die Produkte für die Verbraucher nicht mehr - "BIO".
Bio-Produkte werden durch ökologischen Landbau hergestellt. Hierbei wird darauf geachtet, dass die Produktionsmethoden möglichst umweltschonend sind, zum Beispiel durch den Verzicht auf bestimmte Herbizide, Mineraldünger - und Gentechnik. In den letzen Jahren hat die ökonomische Bedeutung von „Bio“ in Deutschland stark zugenommen. Immer mehr Leute sind bereit mehr Geld für das zu bezahlen, was sie für qualitativ hochwertiger oder auch für gesünder halten. Zur Sicherung des Bio-Standards gibt es zahlreiche Label seit 2010 auch das EU weite neue Bio-Siegel.
Nehmen wir uns ein Beispiel an Oberösterreich, dort ist die Gentechnik verboten und gegen die Einsprüche der EU kann noch lange vorgegangen werden.
Eine Langzeitstudie der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Nahrungsmittelsicherheit hat nachgewiesen, dass der Verzehr von genmanipuliertem Getreide zur Unfruchtbarkeit führt. Die Verfütterung einer Monsanto-Genmais-Sorte an Mäuse verfüttert, führte zu einer deutlichen Gewichtsabnahme, Schrumpfung der Leber, der Hoden und des Gehirns und zu einer verhäuften Erkrankungsrate. Dem Agrar-Multi Monsanto ist es hier nicht gelungen, die Langzeitstudie im Vorfeld zu verhindern. Bisher wurde groß propagiert, dass der Verzehr von genmanipulierten Nahrungsmittel keine gesundheitlichen Auswirkungen hat.
Die österreichische Delegation in Bonn leitete das Umweltbundesamt, VertreterInnen aus dem Außenministerium und dem Lebensministerium waren Mitglieder der Delegation. Zur Umsetzung des Cartagena Protokolls trägt das Umweltbundesamt kontinuierlich vor allem in den Bereichen Risikoabschätzung, Monitoring und Informationsaustausch bei. Jetzt können sich die Gentechnikbefürworter nicht mehr rausreden. Mehrere Tierstudien beweisen: Gentechnik macht krank. Der US-Ärzteverband für Umweltmedizin fordert nun einen sofortigen Stopp für gentechnisch veränderte Lebensmittel.
Die Amerikanische Akademie für Umweltmedizin (AAEM) fordert ein sofortiges Moratorium - also einen vorläufigen Stopp der Verwendung - für gentechnisch veränderte Nahrungsmittel. In einer Pressemitteilung vom 19. Mai erklärt die AAEM: "Gentechnisch veränderte Nahrungsmittel stellen ein ernstes Gesundheitsrisiko dar." Unter Bezug auf mehrere Tierstudien kommt die AAEM zu dem Schluss, dass "ein mehr als zufälliger Zusammenhang zwischen gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln und Gesundheitsschädigungen besteh und dass gentechnisch veränderte Nahrungsmittel ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko im Bereich der Toxikologie, Allergie und Immunfunktion, der Fortpflanzung und des Stoffwechsels, der physiologischen und genetischen Gesundheit bedeuten.
Dr. Amy Dean, die Vorsitzende der AAEM, erklärte: "Bei vielen Tierstudien hat sich gezeigt, dass gentechnisch veränderte Nahrungsmittel zu Schädigungen an unterschiedlichen Organsystemen im Körper führten. Angesichts dieser sich häufenden Hinweise ist es aus Rücksicht auf die Sicherheit unserer Patienten und die öffentliche Gesundheit geboten, ein Moratorium für den Einsatz derartiger Nahrungsmittel auszusprechen.« Die Präsidentin der AAEM, Dr. Jennifer Armstrong, erklärte, dass »die Ärzte bei ihren Patienten zwar die Wirkung beobachten, dass sie aber auch die richtigen Fragen stellen können müssen. Die häufigsten derzeit in den USA konsumierten genveränderten Nahrungsmittel sind Mais, Soja, Raps und Baumwollsamenöl."
Naturkost ohne GVO
Naturkost ist nicht nur Alternative, sondern auch Opposition zur Gentechnologie. Lebensmittel aus kontrolliert ökologischem Anbau sind nicht gentechnisch verändert und werden ohne gentechnisch hergestellte Zusatz- und Hilfsstoffe erzeugt.
Der ökologische Landbau arbeitet ohne sie, erzeugt gesunde Produkte und schont dabei die Umwelt. Naturkost-Hersteller verwenden bewußt keine gentechnisch produzierten Zusätze, sondern setzen auf traditionelle und schonende Verfahren. Der Naturkostladen bietet vorwiegend Produkte aus kontrolliert biologischem Landbau.
Die Produktpalette ist groß. Angefangen vom Müsli-Brötchen bis hin zur Pasta-Sauce werden alle Waren ohne Gentechnik und unter Vermeidung anderer potentiell gesundheitsschädigender Zusätze hergestellt. Produkte, die mit den Öko-Siegeln der Verbände ausgezeichnet sind, bieten ein hohes Maß an Sicherheit beim Einkauf.
Zum Beispiel Die lange haltbare „Flavr-Savr"-Tomate kam 1994 in den USA auf den Markt und war das erste gentechnisch modifizierte Lebensmittel, das die Verbraucher in den Läden kaufen konnten. Sie ist gentechnisch so verändert, dass sie für lange Zeit fest und frisch bleibt. Dies wurde dadurch möglich, dass durch ein zusätzliches Gen die Bildung der Substanz, die Tomaten „matschig" werden lässt, unterdrückt wird.
Vorteile: Sonnengereifte, rote Tomaten sind zu empfindlich, um lange Transportwege zu überstehen. Daher werden Tomaten normalerweise grün gepflückt, gekühlt transportiert und „nachgereift". Darunter leidet leider der Geschmack. „Flavr-Savr"-Tomaten können dagegen rot und natürlich gereift geerntet und transportiert werden und schmecken deshalb besser. Die Erzeuger haben außerdem den Vorteil, dass alle Tomaten zum gleichen Zeitpunkt geerntet werden können.
Nachteile: Aufgrund des Entwicklungsprozesses enthielten die ersten entwickelten gentechnisch veränderten Tomaten auch fremde Gene, die den Organismus, der sie besitzt, gegen bestimmte Antibiotika resistent, d.h. unempfindlich, machen. Antibiotika werden von Ärzten und Tierärzten benötigt, um Infektionskrankheiten zu bekämpfen. Sollten nun Antibiotika-Resistenz-Gene aus gentechnisch veränderten Lebensmitteln auf Tiere und Menschen übergehen, könnte das zu ernsten Schwierigkeiten bei der Behandlung von Infektionskrankheiten führen. Heute ist es möglich, sowohl Tomaten als auch andere Organismen gentechnisch modifizieren, ohne dabei Antibiotika-Resistenz-Gene zu hinterlassen.
GMO und Pestizide
Die GVO sind seit langem in unseren Tellern gelandet und werden in der Landwirtschaft aus Produktivitätsgründen genutzt. Aber sie sind höchst umstritten. Die öffentliche Meinung in Europa prangert seit jeher die mangelnden wissenschaftlichen Kenntnisse zu GVOs an, sowohl für die menschliche Gesundheit als auch für die Umwelt. Man kennt noch nicht die Folgen der Ausbreitung dieser Produkte, insbesondere für die Artenvielfalt.
Es gibt zwei Gruppen von gentechnisch modifizierten Pflanzen (gemeinhin abgekürzt als GMO auf Deutsch und OGM auf Französisch, auch wenn ein schwergewichtiger EU-Abgeordneter der LSAP darauf beharrt, faktenwidrig die gefährliche Spielerei mit den Genen als »gentechnische Verbesserung« zu feiern): bei der einen Gruppe erzeugt die Pflanze in jeder Zelle selbst ein Pestizid (wie z.B. beim Mais MON812), das sich nach der Ernte nicht in Luft auflöst, während die andere Gruppe ein spezielles Breitband-Pestizid verträgt (wie die meisten GMO-Sojas), und deren Pflanzen wie Früchte dann dieses Pestizid enthalten.
Diese Pestizide sind ein Problem für unsere Gesundheit durch die Lebensmittelkette: unsere Gene sind gefährdet (Mißbildungen und Behinderungen bei der Geburt sind die Folge); Krebspatienten werden immer jünger und selbst Verhaltensstörungen bei Kindern wie Autismus lassen sich darauf zurückführen. Eine Studie in Quebec hat gerade eben GMO-Pestizide im Blut der Mütter nachgewiesen, sowie auch im Blut nach der Geburt in der Nabelschnur: das ist der Beweis, daß dieses Gift nicht vom Mutterkuchen abgehalten wird.
Zusätzliche im Siedlungsraum ausgebrachte Pestizide vergrößern das Gesundheitsrisiko (auf Spielplätzen, in Garagen- und Hauseinfahrten, in den Gärten . . .), wobei ganz besonders das RoundUp von Monsanto ein Skandal ist: in Dänemark ist es seit 2003 verboten, da krebserregend, während es in Luxemburg frei erhältlich ist und von Kleingärtnern ohne Schutzkleidung bedenkenlos versprüht wird.
Aber auch in Luxemburg kommen mit dem in Futtermitteln enthaltenen GMO-Soja Pestizid-Rückstände in die Mägen der Tiere der konventionellen Landwirtschaft und damit in die Lebensmittelkette, die bekanntlich beim Menschen endet. Nur die biologische Landwirtschaft bietet im Augenblick eine Garantie für pestizidfreies Essen.
GVO-Mais
Als GVO gelten Organismen, deren genetisches Material so verändert worden ist, wie es auf natürliche Weise durch Kreuzen und/oder natürliche Rekombination nicht möglich ist. Diese Veränderung führt zur Ausprägung eines gewünschten Merkmals. Die Proteine, die diese Merkmale bewirken, werden auch als "transgene Proteine" bezeichnet. Man spricht in diesem Zusammenhang daher von "transgenen Pflanzen". Die größte wirtschaftliche Bedeutung unter den transgenen Pflanzen haben Mais und Sojabohne, gefolgt von Baumwolle, Raps, Zuckerrübe und Kartoffel. Monsanto, der weltgrößte Lieferant genetisch veränderter sogenannter GVO-Samen.
Die Frage der Zulassung des Anbaus von Monsantos GVO-Mais MON810 ist für die zukünftige Tätigkeit von Monsanto in den Mitgliedsländern der EU von entscheidender Wichtigkeit.
Zum Beispiel Luxemburg hat jetzt offiziell ein Verbot für den Anbau von gentechnisch verändertem Mais der Firma »Monsanto« verhängt, und zwar für die umstrittene als MON810 patentierte Sorte. Damit steigt die Zahl der EU-Länder, die sich weigern, den Anbau von MON810 zuzulassen. Schon vorher hatten Frankreich, Österreich, Griechenland und Ungarn ähnliche Verbote erlassen. Die jüngste Entscheidung erhöht den Druck auf Berlin, eine ähnliche Entscheidung zu treffen. Hinter den Kulissen tobt ein erbitterter Streit, der möglicherweise über die Zukunft der GVOs entscheiden wird, und zwar nicht nur in der EU. MON810 ist die einzige GVO-Pflanze, deren Anbau die Europäische Kommission in der EU zugelassen hat, aber der Widerstand gegen ihre Einführung ist in den einzelnen Ländern nach wie vor sehr stark.
Die offiziell für die Gesundheit und Sicherheit der Verbraucher zuständige deutsche Regierungsbehörde, das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), hat energisch gegen die Einschränkung der In-Verkehrbringens-Genehmigung von MON810 protestiert.
Die dunkle Seite der Gen-Manipulation zeige, steht GVO-Mais von anderen Herstellern im Verdacht, sich im Verdauungstrakt von mit GVO-Mais gefütterten Kühen in hochgiftige Chemikalien zu verwandeln, die zum Tod oder zu schweren Missbildungen oder zur Verseuchung des Bodens führen, auf dem die Kühe grasen.
Basisorganisationen von Verbrauchern und Landwirten in ganz Deutschland bereiten umfangreiche Protestaktionen im Fall einer Genehmigung für MON810 vor.
Doch ganz langsam aber unaufhaltsam schleichen sich genveränderte Pflanzen in unser Umfeld. Bald stellte sich heraus, dass das irgendwie nicht so einfach war und eigentlich überall Spuren von GV-Pflanzen oder GVO vorhanden sein konnten. Besonders der beliebte Anbau von GV-Soja (in den USA sind bereits 95 Prozent der Sojafelder mit GV-Soja bestückt) sorgt dafür, dass GV-freie Sojabohnen auf dem Weltmarkt eine Seltenheit geworden sind.
Folglich findet man in vielen Lebensmitteln, die Soja - in welcher Form auch immer enthalten - einen gewissen Anteil an GV-Soja. Soja wird meist als Lebensmittelzusatzstoff für die meisten Fertigprodukte verwendet. Genpflanzen vermindern den Ertrag (Indien, USA)) die Inhaltsstoffe sind minderwertig bis giftig (BT-toxin) der Boden wird durch zwei Gifte und ein Antibiotikum nachhaltig ruiniert, die Folgen sind unabsehbar.
Gentechnisch veränderte Kulturpflanzen (GV-Pflanzen) wurden im Jahre 2003 weltweit auf insgesamt 67,7 Mio. ha angebaut. Das bedeutet eine Vergrößerung der Anbauflächen gegenüber 2002 um 15%. Die folgenden Länder sind maßgeblich an der Produktion von GV-Pflanzen beteiligt: die USA mit zirka 64%, Argentinien mit rund 21%, Kanada mit etwa 7%, sowie Brasilien und China mit je 4%.
Sogar der amerikanische Ärztebund fordert seit etwa 2 Jahren einen sofortigen Stopp aller genverändert erzeugten Lebensmittel. Wohlgemerkt leben Ärzte davon, wenn die Bürger krank sind. Deshalb sollte diese Forderung zum Denken geben. Die Morgellonsche Krankheit wurde durch DNA-Tests eindeutig der Gentechnik zugeordnet. Hier wachsen den Menschen Zellulosefasern aus der Haut.
Das Beispiel in Mexiko hat gezeigt, daß allein durch Futtermittelimport, trotz Gen-Anbauverbotes, der Genmais auch in den entferntesten Gegenden von Mexiko anzutreffen ist. Raiffeisen und Co müssen in gefreie Regionen genfrei liefern. Gen-gefütterte Tierprodukte sind zu kennzeichnen. Das Saatgut muß (100%) genfrei bleiben.
In Österreich ist derzeit das Inverkehrbringen von 3 gentechnisch veränderten Maislinien, einer gentechnisch veränderten Kartoffellinie, sowie einer Reihe von gentechnisch veränderten Rapslinien verboten. Das in Österreich zuständige Ministerium (Bundesministerium für Gesundheit, BMG) hat mittels entsprechender Verordnungen folgende vorsorgeorientierte Importverbote erlassen, die sich auf Artikel 16 der Richtlinie 90/220/EWG bzw. Artikel 23 der Richtlinie 2001/18/EG stützen. Ein Importverbot für GV Mais MON810 wurde 1999 erstmals in Kraft gesetzt und im Mai 2008 in neuer Form erlassen. Die aktuelle Fassung verbietet den Anbau von GV Mais MON810 in Österreich.
Aktuelle Umfragen haben ergeben, dass nach wie vor ca. 80% der Verbraucher gentechnisch veränderte Lebensmittel ablehnen. Eine von forsa vor kurzem durchgeführte Befragung hat ergeben, dass 78 Prozent der Bundesbürger eine Kennzeichnung „ohne Gentechnik“ für sinnvoll halten, 73 Prozent würden sich beim Einkauf daran orientieren und eher zu Produkten greifen, die mit diesem Hinweis versehen sind. (Quelle: forsa Umfrage April 2010, im Auftrag vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.)
Gentechnik bei Lebensmitteln ist überflüssig.
Auch die Langzeit-Futterstudie wurde von der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Nahrungsmittelsicherheit, einer Einrichtung des Österreichischen Ministeriums für Gesundheit, Familie und Jugend, in Auftrag gegeben und von der Veterinärmedizinischen Universität in Wien durchgeführt. Die offizielle Studie, der in den westlichen Medien nur wenig Beachtung geschenkt wurde, bestätigt, dass gentechnisch veränderter Mais die Fortpflanzungsgesundheit von Mäusen ernsthaft schädigt. Bei Mäusen, die fünf Monate lang mit GVO-Mais gefüttert wurden, zeigten sich geschrumpfte Organe.
Im Rahmen der Studie führten die Wissenschaftler 20 Wochen lang mehrere langfristige Fütterungsversuche mit Labormäusen durch, die Futter erhielten, das 33 Prozent einer GVO-Sorte (NK 603 x MON 810) enthielt; eine Kontrollgruppe erhielt ein Futter mit einer verwandten Nicht-GVO-Sorte, die in vielen Ländern benutzt wird. Die Studie ergab, dass die Wurfgröße und das Gewicht der Mäusejungen im Vergleich mit der Kontrollgruppe ab dem dritten oder vierten Wurf statistisch bedeutsam verringert waren.
Der Mais wird gentechnisch durch Gene verändert, die ein Pflanzenschutzgift produzieren, und außerdem mit Genen, die es widerstandsfähig gegen die Anwendung von Monsantos Unkrautvertilgungsmittel Roundup machen.
Weitere Studien in Indien haben ähnlich beunruhigende Ergebnisse erbracht. Dort haben Forscher Probleme bei der Fruchtbarkeit und bei Fehl- und Frühgeburten sowie andere schwere gesundheitliche Defekte dokumentiert, darunter Todesfälle bei Büffeln, die mit GVO-Baumwollsamen gefüttert wurden. Die wichtigsten GVO-Feldfrüchte sind Soja, Mais, Baumwollsamen und Raps. Noch vor Ende 2008 soll GVO-Zucker aus Zuckerrüben auf den Markt gebracht werden.
Ein länger anhängiges Gemeinschaftsverfahren zur Aufhebung des Importverbots durch die EU wurde mit einer diesbezügliche Entscheidung durch die Europäische Kommission am 7.5.2008 abgeschlossen. Die Entscheidung bedingte die teilweise Aufhebung des Importverbots, welche Ende Mai 2008 erfolgte. Das Verbot des Anbaus von GV Mais MON810 ist weiterhin aufrecht, nachdem am 2.3.2009 der EU-Ministerrat eine von der Europäischen Kommission beantragte gänzliche Aufhebung des Anbauverbots für GV Mais MON810 mit sehr grosser Mehrheit abgelehnt hat.
Der Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in der EU soll künftig von den Mitgliedstaaten verboten werden können. Diesen Vorschlag der EU-Kommission hat das Europäische Parlament heute gebilligt. Zwar soll die EU-Lebensmittelbehörde EFSA weiterhin gemäß deren Maßstäben die Unbedenklichkeit dieser Organismen prüfen und über die Zulassung von GVO entscheiden. Für die Mitgliedstaaten werden jedoch rechtliche Möglichkeiten definiert, davon abzuweichen, ohne die Entscheidung der EFSA direkt in Frage zu stellen.
Bis jetzt ratifizierten mehr als 50 Staaten dieses Protokoll, das über fünf Jahre lang verhandelt wurde und seit Jänner 2000 zur Unterzeichnung aufliegt. Als einer der ersten Staaten hat Österreich bereits im August 2002 ratifiziert und ist daher optimal für das Inkrafttreten vorbereitet. Vor dem Hintergrund des nach wie vor aufrechten Moratoriums für GVO-Produkte in der EU und des laufenden WTO-Klageverfahrens der USA gegen die EU erhält das Inkrafttreten des Cartagena Protokolls mit dem explizit verankerten und rechtlich ausformulierten Vorsorgeprinzip besondere Bedeutung, betonte Pröll.
Das Protokoll regelt als rechtlich verbindliches Instrument die grenzüberschreitende Verbringung von genetisch veränderten Organismen (GVO), die nachteilige Auswirkungen auf Gesundheit und biologische Vielfalt haben könnten. Außerdem müssen gentechnisch veränderte Massenwaren für die Verwendung als Lebensmittel, Futtermittel oder für eine Verarbeitung mit Frachtpapieren versehen werden, aus denen hervorgeht, dass die Sendung GVOs enthalten kann, die nicht für eine beabsichtigte Freisetzung bestimmt sind.
Zum beispiel die Menschen in den USA wissen für gewöhnlich nicht, was sie kaufen, und das könnte ein Grund sein, warum sie auch nicht besonders darauf achten. Fragt man sie aber nach ihren Präferenzen, gentechnisch veränderte Organismen ja oder nein, gibt die Mehrheit an, sie wolle keine genetisch veränderten Nahrungsmittel. Diese Antwort kann aber davon abhängen, wie die Frage gestellt wird.
Aus einer Befragung im Jahre 2002 geht hervor, dass 91 % der kanadischen Bevölkerung sagten, wenn Sie wüssten, dass Gentechnik in ihren Lebensmitteln ist, würden sie dies nicht essen. Wir wissen nicht was wir essen.
Als in den 1990er-Jahren die GVOs in den Vereinigten Staaten in großen Stil für die Nahrung von Mensch und Tier auf den Markt kamen, nahmen gleichzeitig Allergien, merkwürdige Krankheiten und zahlreiche andere Gesundheitsprobleme bei Menschen plötzlich fast schon epidemiehafte Ausmaße an. Da es in den USA verboten ist, GVO-Produkte entsprechend zu kennzeichnen, ist den meisten Ärzten und Gesundheitsbehörden gar nicht bewusst, dass es eine Verbindung zu den GVO-Nahrungsmitteln gibt, die Millionen Amerikaner zu sich nehmen.
Schon bald wird es unmöglich sein, Lebensmittel zu kaufen, die völlig frei sind von gentechnischen Verunreinigungen. Es fängt bei der möglichen Pollenübertragung auf dem Feld an, geht über Gentechnik-Spuren aus Wasch- und Reinigungsmitteln bis hin zum Wasser als Überträger solch unerwünschter Substanzen.
