Gesunde Zähne durch richtiges Putzen
Zweimal am Tag sollte man die Zähne putzen! An diesen Plan hält sich allerdings nicht jeder. Viele Menschen vernachlässigen ihre Zahnpflege oder wenden eine falsche Putztechnik an. Daraus können Probleme entstehen. Karies und Parodontitis sind zwei mögliche Diagnosen. Zukünftiger Zahnverlust droht. Angegriffene Zähne und entzündetes Zahnfleisches können aber auch Krankheiten auslösen, die den ganzen Körper betreffen. Es hat sich gezeigt, dass kranke Zähne und gefährliche Bakterien im Mund Rheuma- und Nierenprobleme verursachen und sogar das Herz gefährden. Auch können Zahnprobleme ein Auslöser von Diabetes sein.
Die Zähne können auf herkömmliche Weise mit einer Zahnbürste von Hand geputzt werden. Mit einer elektrischen Zahnbürste erreichen Menschen, die mit der richtigen Putztechnik Schwierigkeiten haben, allerdings bessere Ergebnisse. Elektrische Zahnbürsten wirken einem zu starkem Druck der Bürste auf Zähne und Zahnfleisch entgegen und putzen zudem mit einer rotierenden Bewegung. Bevorzugt werden sollte eine Bürste mit kleinem Kopf, so dass jeder Winkel im Mundraum gut erreicht werden kann. Die Kunststoffborsten sollten nicht zu hart sein. Zahnbürsten mit Zungenreiniger sind von Vorteil, da hier auch gleich die Zunge von Auflagerungen befreit werden kann. Wichtig ist es zudem, die Zahnbürste alle vier bis sechs Wochen auszutauschen.
Die Zahnzwischenräume sollten nicht vergessen werden. Da, wo die Zahnbürste nicht hinkommt, kann man sich mit Zahnseide behelfen. Besonders komfortabel ist gewachste Zahnseide, die leichter in die Zahnzwischenräume gleitet. Größere Lücken lassen sich komfortabel mit Interdentalbürsten von Speiseresten befreien. Angewendet werden Zahnseide und Interdentalbürsten vor dem eigentlichen Putzen mit der Zahnbürste.
Geputzt werden sollte mindestens zweimal täglich. Morgens und abends vor dem Schlafengehen. Drei Minuten sollten es mindestens sein. Verwendet werden sollte eine fluoridhaltige Zahnpasta, die den Zahnschmelz härtet. Putzkörper verhindern die Anlagerung von Plaque durch gründliche Entfernung. Der Zahnsteinbildung kann damit entgegengewirkt werden. Auf zu grobe Zahnpasten und Aufheller, die für strahlend weiße Zähne sorgen, sollte besser verzichtet werden. Diese könnten die Zähne angreifen.
Zur Zahnpflege können zusätzlich Mundwässer und Zahnspülungen angewendet werden. Antibakterielle Zusätze beugen Zahnfleischentzündungen vor und sorgen für einen frischen Atem. Auch Zahnpflegekaugummis für unterwegs haben sich bewährt.
Wichtig ist es, regelmäßig zum Zahnarzt zu gehen, am besten zweimal im Jahr. Der Zahnarzt achtet auf die Gesundheit von Zähnen und Zahnfleisch. Gönnen sollte man sich auch die professionelle Zahnreinigung, die wie man aus Studien weiß, eine ausgezeichnete Prophylaxemaßnahme ist. Durchgeführt wird diese von einer darauf geschulten Assistentin. Zahnbelag und Zahnstein werden entfernt. Die Zähne werden poliert und von Verfärbungen durch Kaffee, Tee und Zigaretten befreit und mit Fluor versorgt. Außerdem gibt es Tipps zur Zahnpflege. Die Kosten dafür werden allerdings nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.
Heute weiß man, dass es den Zähnen schadet, gleich nach dem Essen zu putzen. Säurehaltiges greift den Zahnschmelz an und weicht ihn auf, so dass ein Putzen direkt im Anschluss an eine Mahlzeit nicht ratsam ist. Nach 30 – 60 Minuten haben sich die Zähne aber wieder remineralisiert. Milchprodukte mit ihrem Kalziumgehalt können diesen Vorgang unterstützen.
Beherzigt man die neusten Erkenntnisse der Zahnmedizin und putzt seine Zähne richtig, kann man Krankheiten vorbeugen und sich gepflegte Zähne und ein schönes Lächeln bis ins hohe Alter hinein bewahren.
Bettina Huber
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