Wichtiges über die Waschmaschine mit Tipps und Tricks die Sie so sicherlich noch nicht kannten
Tipps & Tricks
Neukauf: Oftmals sprechen viele Fakten für den Neukauf einer Waschmaschine, vor allem, wenn die alte schon einige Jahre alt ist. Bei vielen Nutzern steht der Spar-Aspekt im Vordergrund. Neue, moderne Waschmaschinen verbrauchen deutlich weniger Energie und Wasser. Eine neue Waschmaschine verbraucht unter Umständen nur die Hälfte von beidem im Gegensatz zu einem älteren Modell, was bei den heutigen Strom- und Wasserpreisen sehr wichtig ist. Durch die Einsparungen bei Strom und Wasser macht sich die neue Wachmaschine sehr schnell bezahlt, also amortisiert sich in kurzer Zeit.
Bei der Anschaffung einer neuen Maschine sollte eine gewisse Dauer einkalkuliert werden, denn das bringt Zeit den Markt zu beobachten. Dadurch ist es möglich, bei einem günstigen Angebot von teuren Markenherstellern zuzuschlagen . Bei dem Kauf eines No-Name-Produktes sollte bedacht werden, dass diese Hersteller nicht so viele Möglichkeiten für innovative Entwicklungen und hohe Produktionszahlen haben.
Beim Neukauf einer Waschmaschine sollte auch direkt an die Entsorgung der alten Maschine gedacht werden. Eine Nachfrage bei dem Verkäufer nach einem kostenlosen Abholservice für das alte Gerät hat fast immer Erfolg. So fallen für den Käufer weder Entsorgungskosten noch Transportprobleme an.
Energiesparend waschen: Energiesparendes Waschen ist sowohl mit einer alten als auch mit einer neuen Waschmaschine möglich. Zuerst sollte die Bedienungsanleitung der Maschine genau gelesen werden, da oftmals hier schon viele Tipps zu finden sind. Des Weiteren spart es viel Wasser und Energie, wenn die Maschine nur voll gestartet wird. Zudem sollte die Wäsche vorher nach Farbe, Material und/oder Verschmutzung vorsortiert werden, um auch Kurzwaschprogramme oder normale Waschprogramme bei niedriger Temperatur nutzen zu können.
Im Sommer kann bei robusteren Materialien wie z.B. Jeans oder Handtüchern die Schleuderfunktion ausgeschaltet und die Wäsche sofort auf die Leine gehängt werden, um Energie zu sparen.
Ein Vorbehandeln von Flecken bzw. vorheriges Einweichen spart Energie, da dann auch bei niedrigen Temperaturen die Flecken gut entfernt werden können.
Das Programm Vorwäsche ist nur bei extrem verschmutzter Wäsche nötig und sollte auch nur dann aktiviert werden, um Wasser und Energie zu sparen.
Waschmitteldosierung: Bei Zugabe von Wasserenthärter kann beim Waschmittel die Menge für geringe Verschmutzung bzw. weiches Wasser in die Maschine gegeben werden. Dies spart Geld und schon die Umwelt. Dabei sollte auf einen phosphatfreien Wasserenthärter zurückgegriffen werden. Beim Trocknen der Wäsche an der Luft kann gänzlich auf Weichspüler verzichtet werden.
Wasser sparen: Um Wasser beim Betrieb der Waschmaschine zu sparen, kann geprüft werden, ob die Maschine zum Waschen Regen- oder Brunnenwasser verwenden kann.
Allergien: Manche Menschen reagieren auf Stoffe in Waschmitteln allergisch. Besonders Patienten, die an Neurodermitis leiden, sind häufig betroffen. In diesem Fall gilt es, das Waschmittel so gering wie möglich zu dosieren und die Wäsche sehr gut zu spülen. Eventuell sollte das Spülprogramm zwei Mal aktiviert oder der Wasser Plus-Knopf, den moderne Maschinen heute schon haben, eingeschaltet werden. Eine andere Möglichkeit ist es, eine allergenarmes, Baukasten- oder Ökowaschmittel zu verwenden, um die Gefahr einer allergischen Reaktion zu minimieren.
Abfärben: Um ein Verfärben von Wäschestücken zu vermeiden, sollten alle Textilien nach Farben sortiert gewaschen werden. Besonders rote, schwarze und blaue Kleidung färbt schnell ab, besonders wenn die Kleidungsstücke neu sind.
Empfindliche Stoffe: Um Wäsche aus empfindlichen Stoffen wie z.B. Cord oder auch bedruckte T-Shirts zu schützen, sollten sie auf „links“ oder in einem Kissenbezug oder ähnlichem gewaschen werden.
Seide & Wolle: Kleidungsstücke aus Wolle und Seide sollten nicht oder nur auf niedriger Stufe geschleudert werden. Besser ist es, diese empfindlichen Kleidungsstücke nach dem Waschen in ein Hand- oder Badetuch zu wickeln, damit dieses die erste Feuchtigkeit aufnimmt. Diese Wäschestücke sollten im Liegen getrocknet werden, da sie leicht ausleiern, wenn sie in nassem Zustand aufgehängt werden.
Bügeln sparen: Nach dem Waschen sollte die Kleidung glatt gezogen und am besten auf einem Kleiderbügel aufgehängt werden. Dadurch zieht sich die Kleidung beim Trocknen von selbst glatt und erspart viel beschäftigten Menschen das Bügeln.
Reinigung: Das Flusensieb und auch der Waschmittelbehälter einer Waschmaschine sollten regelässig - ca. alle acht Wochen - gereinigt werden, um den ordnungsgemäßen Betrieb der Maschine zu garantieren. Mit einem vollen Flusensieb pumpt die Waschmaschine nicht mehr richtig ab und bei Schimmelbildung im Waschmittelbehälter können die Schimmelsporen beim Waschen auf die Kleidung übergehen.
Des Weiteren sollte die Waschmaschine ab und zu bei 95 °C leer laufen, damit alle Bakterien, die sich mit der Zeit angesammelt haben, abgetötet werden und die Maschine und damit auch die Wäsche nicht muffig riecht.
Zwei- bis dreimal im Jahr sollten die Siebe der Zulaufschläuche gereinigt werden, da sich hier immer wieder kleine Sandkörner aus dem Grundwasser absetzen können. Das führt dazu, dass der Wasserdruck sinkt und damit das Waschpulver nicht mehr ordnungsgemäß in die Maschine gespült werden kann.
Trommelschaden: Um Schäden an der Trommel festzustellen, eignet sich ein einfacher Seidenstrumpf. Diesen über die Hand stülpen und an der Innenseite der Trommel entlangfahren. Wird der Strumpf beschädigt, diese Stelle mit Schmirgelpapier abschleifen, damit die Wäsche keinen Schaden davonträgt.
Waschnüsse: Die Früchte des Waschnussbaumes - die so genannten Waschnüsse - werden zum umweltschonenden Waschen von Kleidung verwendet. Zum Waschen werden drei bis sieben halbe Schalen der Nüsse in ein Säckchen gelegt und einfach zu der Wäsche in die Trommel gegeben.
Einlaufen: Damit neue Sachen aus z.B. Baumwolle beim ersten Waschen nicht einlaufen, sollten sie vorher 24 Stunden in kaltes Wasser gelegt werden. Nach dem Trocknen einfach ganz normal waschen.
Grauschleier: Für den Grauschleier auf weißen Textilien wie Unterwäsche, T-Shirts und Gardinen ist der Weichspüler verantwortlich. Wird er bei neuen Sachen weggelassen, entsteht die graue Färbung erst gar nicht. Sollte es aber doch mal passiert sein, wird das Vollwaschmittel einmal mit Gardinenwaschmittel ersetzt und die Wäsche kommt wieder strahlend weiß aus der Maschine.
Jeans: Jeans sollten ohne Weichspüler gewaschen werden, da sie sonst kurze Zeit nach dem Anziehen ihre Form verlieren. Es ist sinnvoll, neue Jeans beim ersten Waschen nur mit alten Jeans-Sachen zusammen zu waschen, da durch das Abfärben der neuen Jeans die alten Sachen in der Farbe aufgefrischt werden.
Löcher: Damit die Kleidung nach dem Waschen keine kleinen Löcher wie von Motten bekommt, sollten an allen Kleidungsstücken die Reißverschlüsse geschlossen und gegebenenfalls mit einer Sicherheitsnadel gesichert werden.
Tierhaare: Tierbesitzer kennen das - es sammeln sich immer wieder Tierhaare in der Waschmaschine. Vor und auch nach dem Waschen sollten alle Textilien gründlich ausgeschüttelt werden. Nach dem Waschen sollte die Maschine bei 95 °C leer laufen, damit sich das Fett an den Haaren löst und sich die Haare selbst im Flusensieb sammeln.
Geschichte der Waschmaschine:
Die Waschmaschine ist eine der wichtigsten Erfindungen des 19. Jahrhunderts. Früher gab es nur das Waschbrett und den Muskelkrafteinsatz, um die Wäsche zu säubern. An den so genannten Waschtagen - festgelegten Tagen alle zwei oder vier Wochen - wurde in einer Gemeinschaftsaktion aller Frauen die Wäsche gesäubert. Die „kleine“ Wäsche alle zwei Wochen bestand aus Hemden, die „große“ Wäsche, die einmal im Monat stattfand, umfasste alles andere wie Hosen, Kleider, Bettwäsche und ähnliches.
Die erste „Waschmaschine“ wurde 1767 mit der Rührflügelmaschine von Jacob Christian Schäffern präsentiert. Auch hier war noch die Muskelkraft des Menschen zur Reinigung der Wäsche notwendig. Die Rührflügelmaschine bestand aus einem Holz- oder Metallbottich, in dem die Wäsche mit Wasser erhitzt und dann mit einem Rührflügel gereinigt wurde. Bei diesen ersten Waschmaschinen war der Wasserverbrauch noch extrem hoch.
1885 wurde die erste Trommelwaschmaschine vorgestellt. Diese war noch sehr laut und drehte sich nur sehr langsam. Zudem hatte sie nur ein Kochprogramm und nahm dazu noch viel Platz weg.
1951 kam der erste Waschautomat auf den Markt, was eine Revolution auf dem Gebiet der Reinigung war. Zeitgleich mit seiner Entwicklung wurde auch die Wirksamkeit von Waschmitteln verbessert.
1958 wurde der erste Waschvollautomat präsentiert, der ein Vor- und Hauptwaschprogramm sowie einen Schleudergang hatte. Aufgrund von Platzmangel wurden in dieser Zeit auch Waschmaschinen als Toplader oder Frontlader entwickelt. Der große Vorteil eines Frontladers besteht darin, dass er fast überall problemlos eingebaut werden kann und trotzdem keine Stellfläche verloren geht.
Im Laufe der Zeit wurde die Waschmaschine immer weiter entwickelt und vor allem bei Eigenschaften wie Strom- und Wasserverbrauch wurden enorme Weiterentwicklungen erreicht, da heutzutage viel Wert auf ökonomische und ökologische Aspekte gelegt wird.
Zu den wichtigsten Entwicklungen der Waschmaschine gehören Innovationen wie Aquastop, Ökoschleuse, Unwuchtkontrolle, Mengenautomatik und ähnliches. Heute sind Waschmaschinen effiziente Haushaltshelfer, die in keiner Familie mehr wegzudenken sind. Im Bereich Energie- und Wasserverbrauch sowie Geräuschentwicklung sind die Werte der Waschmaschine mittlerweile extrem gesenkt worden.
Allgemeines
Die Waschmaschine wird heute als Haushaltsgerät und als industrielle Reinigungsmaschine verwendet, mit der man Schmutz, überschüssige Farbe und chemische Hilfsstoffe aus Kleidern, Stoffen und Fasern entfernen möchte.
Die Haushaltsmaschinen benötigen neben Strom einen Frisch- und Abwasseranschluss. Um das sehr energieintensive Erhitzen des Wassers mit Strom zu vermeiden, kann dieses auch mittels Erdgas geschehen oder die Waschmaschine wird direkt an die Warmwasserleitung des Hauses angeschlossen. Heute ist ein hohes Erhitzen des Wassers nur noch in seltenen Fällen notwendig, da die Maschinen auch bei niedrigen Temperaturen sehr gute Ergebnisse erzielen.
In Deutschland ist die Trommelwaschmaschine am weitesten verbreitet. Dabei dreht sich die Trommel um eine horizontale Achse und es gibt die Bauformen Toplader oder Frontlader. Beide haben Vorteile und es hängt vom persönlichen Geschmack bzw. von den Gegebenheiten vor Ort ab, für welche Bauform der Nutzer sich entscheidet. So ist der Toplader einfacher zu befüllen, der Frontlader hingegen bietet neben der Waschfunktion auch noch Abstellfläche z.B. für einen Wäschetrockner.
Viele Maschinen haben heute eine Mengenautomatik, die eine exakte Dosierung von Wasser, Weichspüler und Waschmittel über das Waschprogramm und die Füllmenge berechnet. Nach dem Einschalten der Waschmaschine wird eine gewisse Menge Wasser in die Trommel gepumpt. Dieser Wasserstand wird überwacht und immer wieder Wasser nachgepumpt, wenn der Stand zu niedrig bzw. das Sollniveau noch nicht erreicht ist. Aufgrund der Menge des hinzu gepumpten Wassers berechnet die Waschmaschine die eingefüllte Menge der Kleidung und startet das passende Waschprogramm.
Die so genannte Öko-Schleuse hat die Aufgabe Waschmittel einzusparen. Sie verhindert, dass sich Wasser mit Waschmittel in den Anschlussschläuchen und der Laugenpumpe sammelt. Dieses wird dem Waschprozess wieder zugeführt.
Der Aquastop ist eine Sicherheitsvorkehrung, um Wasserschäden vorzubeugen. Bei einem Leck im Schlauch, der das Wasser zuführt, stoppt ein Sicherheitsventil die Zufuhr des Frischwassers. Das Ventil wird direkt am Wasserhahn angebracht.
Gewerbliche Waschmaschinen zeichnen sich durch einen leistungsstarken Motor und eine große Beladungskapazität aus. Sie gibt es in der Form von Waschschleudermaschinen und Waschstrassen, die auf einen Ressourcen sparenden Betrieb ausgelegt sind. Erstere ähneln den Haushaltsgeräten, haben aber ein deutlich höheres Fassungsvermögen. Bei sehr hoher Ladekapazität haben diese Maschinen bis zu vier Kammern, in denen die Wäsche gereinigt wird.
In Waschstrassen oder Kontinueanlagen wird stetig Wäsche gewaschen ohne dass die Maschine stillsteht, wie es zum Befüllen und Ausräumen normalerweise nötig ist.
Seit 1998 gibt es die Energiekennzeichnungspflicht für viele Haushaltsgeräte zu denen auch die Waschmaschine gehört. Seit diesem Zeitpunkt muss auf jedem Gerät das Energie-Label der EU zu finden sein. Es sagt aus, welche Energieeffizienzklasse, welche Waschwirkungsklasse und welche Schleuderwirkungsklasse diese Waschmaschine besitzt. Die einzelnen Klassen sind mit den Buchstaben A bis G bezeichnet, wobei A die beste und G die schlechteste Bewertung ist. In seltenen Fällen findet eine Beurteilung mit A+ oder sogar A++ statt. Diese Bewertung schließt allerdings nur die Verbräuche während des Betriebes ein und nicht etwa die Aufwendungen während des Stand-By. Alle Kriterien schließt bei einer Bewertung das Prüfsiegel des „Blauen Engel“ ein.
Thomas Reif
