Jeder Jäger gibt in der Regel sehr viel Geld für seine Jagdausrüstung und die richtige Jagdbekleidung aus. Man kauft sich hochwertige Camouflage Jagdbekleidung in den modernsten Tarnmustern und nach ein paar Tagen in der Wildnis wird diese schnell dreckig. Nun begehen viele Jäger einige Fehler bei der Reinigung der Tarnkleidung, welche einen optimalen Tarneffekt verhindern. Um den Tarneffekt zu behalten und um vor allem grobe Fehler bei der Reinigung zu vermeiden, wollen wir Ihnen folgende fünf Tipps mitgeben.
1. Verwenden Sie Waschmittel ohne optische Aufheller
Sehr oft wird der Fehler gemacht normale Waschmittel für die Reinigung der Tarnkleidung zu verwenden. Viele dieser Waschmittel werben mit Slogans wie „so kriegen Sie Ihre Wäsche wieder weiß“. Das mag bei normaler Bekleidung stimmen, hat aber bei der Jagdbekleidung fatale Folgen. Die heutigen Reinigungsmittel verwenden optische Aufheller, welche einen optischen Trick beim Menschen ausnützen. Optische Aufheller basieren auf UV Licht verstärkende Chemikalien. Dadurch wirkt weiße Kleidung auf den Menschen weißer, da Menschen nicht das volle UV Licht Spektrum wahrnehmen können. Wildtiere wie Rehe jedoch, erkennen UV Licht als Blau. Jeder Jäger weiß, das Blau eine Warnfarbe für Rehe ist und man somit leichter vom Wild erkannt werden kann. Darum sollte man bei der Reinigung der Jagdbekleidung auf Waschmittel ohne optische Aufheller zurückgreifen.
2. Parfümierte Waschmittel
Ein weiterer grober Fehler ist die Verwendung von Duft auffrischenden Waschmitteln oder Weichspülern. Die Waschmittel sollten so geruchsneutral wie möglich sein. Auch wenn die Jagdbekleidung nach dem Waschen für Sie frisch und angenehm riecht, ist es für das Wild ein Warnsignal. Wildtiere können viele hundert Male besser riechen als der Mensch. Somit vergrämen Sie das Wild noch bevor Sie es zu Gesicht bekommen, da es Sie schon von weitem gerochen hat. Verwenden Sie also möglichst Geruchsneutrale Waschmittel.
3. Lagerung der Jagdbekleidung
Viele Jäger machen den Fehler, dass Sie die Jagdbekleidung und Jagdausrüstung in Ihrem normalen Kleiderschrank lagern. Dadurch kann die Kleidung den Geruch des Menschen so richtig in sich aufsaugen. Das ist fast genauso problematisch, wie wenn Sie die Kleidung parfümieren würden. Lagern Sie die Kleidung deshalb am Besten an einen neutralem Ort, wie in der Garage oder noch besser in einem Geräteschuppen im Garten.
4. Verwenden Sie geruchsblockierende Waschmittel
Ein neuer Trend für Jäger aus den USA ist die geruchsblockierende Tarnkleidung und die dazugehörigen Waschmittel. Die Technologie basiert auf Silber Ionen im Nano Bereich. Silber Ionen haben eine antibakterielle Wirkung und vernichtet Gerüche bevor Sie entstehen können. Diese Partikel sind oft in die Textilien eingearbeitet. Es gibt aber auch Waschmittel, welche auf diese Technik basieren. Hersteller bieten diese Waschmittel unter den Namen Scent Away oder Scent Blocker an. Diese Waschmittel eignen sich sehr gut zum Reinigen der Tarnkleidung, da sie auch keine optischen Aufheller verwenden.
5. Verwenden Sie keine Deos
Das mag komisch klingen und man mag dadurch seine Mitmenschen vergrämen, aber für die Jagd ist es fatal. Es mag sein, dass es viele Jäger für selbstverständlich halten keine Parfüme auf der Jagd zu verwenden. Aber es reicht schon das Einsprühen mit Deo am Vortag. Man selbst kann es vielleicht nicht riechen, aber das Wild wittert es bereits aus der Ferne. Duschen Sie sich vor Jagd und verwenden Sie geruchsneutrale Körperreinigungsmittel und Shampoos.
Mit diesen Tipps sollten Sie für die nächste Jagd gut gewappnet sein um die Effektivität Ihrer Jagdbekleidung oder Tarnkleidung zu steigern.
Manuel Schramm
